KU vereinbart in Uganda Kooperationen und Projekte im Bildungsbereich

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt will ihre Aktivitäten in Afrika im Bereich von Forschung- und Transferprojekten verstärken. Dazu wird die KU ihre Zusammenarbeit mit örtlichen Partnern im Bildungsbereich intensivieren. Vor wenigen Tagen hat eine Delegation der Universität unter Leitung von Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien im Rahmen einer Reise nach Uganda ein Dutzend Schulen und Hochschulen des zentralafrikanischen Staates besucht und Kooperationen vereinbart.


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Schüler der Luigi Giussani Grundschule in Kampala (Fotos: Klenk/upd)

Für die Lehrerinnen und Lehrer der staatlichen St. James Primary School in der Hauptstadt Kampala ist es ein freudiges Wiedersehen, als die zwölfköpfige Gruppe der KU das Schulgelände betritt. Von den Kindern werden die Besucher stürmisch begrüßt und neugierig umlagert. Dabei sind Gäste aus Deutschland an dieser Schule gar nicht selten. Seit sieben Jahren pflegt die KU eine Partnerschaft mit der Grundschule. Erst vor einem halben Jahr haben dort wieder zwei Studentinnen, die Lehramt in Eichstätt studieren, ein dreiwöchiges Praktikum absolviert und Unterrichtserfahrung unter speziellen Bedingungen gesammelt: einfachste Klassenzimmer, oft mehr als hundert Kinder in einem Raum, die meisten aus ärmsten Verhältnissen. Die Eltern zahlen umgerechnet 100 Euro Schulgeld pro Jahr, dazu zwei Kehrbesen und Toilettenpapier.

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Unterricht in der Grundschule St. James in Kampala

Der Unterricht an der St. James Primary School besteht meist darin, dass die Kinder im Chor einen Text ablesen, den der Lehrer zuvor an die Tafel geschrieben hat. Ein individueller, auf die Schwächen der Einzelnen eingehender Unterricht ist bei solchen Klassengrößen kaum möglich. Solche erschwerten Bedingungen der Schulbildung waren für KU-Präsidentin Gabriele Gien ein Grund, weshalb sie 2011 die erste Kooperation in Afrika startete und das Bildungsprojekt „KUganda – The Challenge of Education in Uganda“ ins Leben rief.

Eine Schülerin der St. James Primary School

Eine Schülerin der St. James Primary School

„Unsere Studierenden bekamen die Möglichkeit, Schule aus einer ganz anderen Perspektive, außerhalb der gut situierten Bedingungen in Europa, kennen zu lernen. Sie konnten vor Ort erleben, dass ohne ausreichend qualifizierte Lehrkräfte eine Weiterentwicklung von Schülern kaum erreicht werden kann“, erläutert Gien. Doch nicht nur die Studierenden der KU sollten von der Kooperation profitieren. Die Universität engagiert sich auch im Bereich der dringend benötigten Lehrkräfteausbildung. „Unser Ziel war es von Anfang an, durch Workshops mit Dozierenden und Lehramtsstudierenden unserer Universität sowie mit Lehrkräften aus Uganda gemeinsam an Konzepten zu arbeiten, die die Bildungssituation vor Ort berücksichtigen“, so Gien.

Die Delegation der KU an der Luigi Giussani Grundschule in Kampala mit Schulleiter Andrea Nembrini (links neben KU-Präsidentin Gien) und Mauro Giacomazzi vom Luigi Giussani Institute (rechts von Prof. Gien)

Die Delegation der KU an der Luigi Giussani Grundschule in Kampala mit Schulleiter Andrea Nembrini (links neben KU-Präsidentin Gien) und Mauro Giacomazzi vom Luigi Giussani Institute (rechts von Prof. Gien)

Nun möchte die KU ihre Aktivitäten in Afrika verstärken. Im Herbst 2017 haben die Hochschulleitung und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller eine Vereinbarung über eine Zusammenarbeit der KU und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterzeichnet. Derzeit werden die Details zu gemeinsamen Projekten auf dem afrikanischen Kontinent besprochen – erst am 25. Oktober besuchten dazu Vertreter der KU das Ministerium in Bonn. „Das Engagement im Bildungsbereich in einem Entwicklungsland ist uns als katholische Universität ein besonderes Anliegen, um die Region langfristig zu stärken und funktionierende Strukturen zu schaffen“, erklärt Gien.

Ein Teil der Delegation der KU an der Makerere University: (v.l.) Prof. Dr. Ulrich Kropac, Simone Rieger, Prof. Ernest Okello Ogwang (Acting Vice Chancellor), KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien, Prof. Tony Oyana (Principal des College of Computing and Information Science), Martha Muwanguzi (International Office der Makerere), Prof. Dr. Klaudia Schultheis, Thomas Sporer, Dr. Christian Klenk

Ein Teil der Delegation der KU an der Makerere University: (v.l.) Prof. Dr. Ulrich Kropac, Simone Rieger, Prof. Ernest Okello Ogwang (Acting Vice Chancellor), KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien, Prof. Tony Oyana (Principal des College of Computing and Information Science), Martha Muwanguzi (International Office der Makerere), Prof. Dr. Klaudia Schultheis, Thomas Sporer, Dr. Christian Klenk

Den Fokus der Afrika-Aktivitäten will die KU aufgrund der schon bestehenden Kooperationen auf Uganda legen. Daher reiste KU-Präsidentin Gien Anfang Oktober mit Professoren aus verschiedenen Fachbereichen sowie Mitarbeitern aus dem Leitungsstab nach Kampala. Zunächst standen Besuche an Schulen auf dem Programm – neben der staatlichen St. James Grundschule auch Einrichtungen, die von privaten Organisationen getragen werden. Hier sind die Unterrichtsbedingungen – auch dank finanzieller Unterstützung aus dem Ausland – meistens besser. So wurde mit der GEMS Cambridge International School eine Kooperation vereinbart, sodass dort künftig jährlich bis zu vier Studierende der KU Praktika absolvieren können. Die Privatschule bietet exzellente Lernbedingungen was die Ausstattung oder Klassengrößen mit 15 Schülern anbelangt. Allerdings zahlen die Eltern bis zu 19 000 Dollar Schulgeld pro Jahr. Mit den extremen Kontrasten zwischen Armut und Reichtum wurde die Delegation aus Eichstätt während ihres Aufenthaltes immer wieder konfrontiert.

Eine langjährige Partnerschaft pflegt die KU mit den Luigi Giussani Schulen – einer Primary School und High School, die dank einer Initiative von Müttern aus den Slums von Kampala errichtet werden konnten und von katholischen Organisationen aus Deutschland und Italien unterstützt werden. Angeschlossen ist auch ein Weiterbildungsinstitut für Lehrkräfte. Bei einer Graduiertenfeier durfte KU-Präsidentin Gien als Ehrengast an der Zeugnisverleihung mitwirken. Mit dem Institut wurden unter anderem gemeinsame Programme zur Lehrerfortbildung vereinbart.

Erstmals nahm die KU Beziehungen auf zu einem Schulprojekt im Bezirk Masaka, rund 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kampala. Dort werden mit Unterstützung eines Vereins aus Remscheid ein Waisenhaus, eine Grundschule, eine High School und eine Berufsschule betrieben. Gerade in den ländlichen Gebieten Ugandas ist die Unterstützung im Bildungsbereich wichtig. Die flächendeckende Versorgung mit Schulen stellt ein großes Problem des Landes dar – der Weg in den nächsten Ort mit einer Schule ist für viele Kinder zu weit. Hinzu kommt, dass sich viele Eltern das Schulgeld nicht leisten können oder ihre Kinder in der heimischen Landwirtschaft mitarbeiten müssen. Nach Zahlen der ugandischen Regierung hatten 2015 mehr als die Hälfte der Menschen des Landes zwischen 15 und 30 Jahren keinen vollständigen Grundschulabschluss erworben oder gar keine Schulbildung genossen. Nur ein Fünftel hatte eine weiterführende Schule besucht, gerade einmal drei Prozent eine Hochschule.

Die staatliche Makerere University in Kampala ist mit 40 000 Studierenden die größte Hochschule des Landes. Mit der Makerere hat die KU bereits 2014 einen Kooperationsvertrag geschlossen. Bislang konzentrierte sich die Zusammenarbeit auf den Studierendenaustausch: Auch dieses Semester verbringen zwei Studentinnen aus Eichstätt in Kampala. Einen Tag lang besuchte die KU-Delegation die Makerere University. In Gesprächen mit der Hochschulleitung wurden Themen und Formate einer Zusammenarbeit in Forschungs- und Transferprojekten besprochen. Prof. Dr. Thomas Setzer von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der KU führte einen Workshop mit Studierenden aus dem College of Computing and Information Science durch. Dabei entwickelten die Teilnehmer Geschäftsmodelle, die auf der Nutzung von Internettechnologien aufbauen.

Einen weiteren Tag verbrachte die Delegation an der Uganda Martyrs University in Nkozi, etwa 80 Kilometer südwestlich von Kampala. Die katholische Hochschule wird von der Bischofskonferenz von Uganda getragen und hat hinsichtlich ihrer Größe (rund 5000 Studierende), ihrer Fächerstruktur und ihres grünen Campus viele Gemeinsamkeiten mit der KU. Vice Chancellor Prof. John C. Maviiri und KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien unterzeichneten eine Grundsatzvereinbarung über eine Zusammenarbeit. Beide katholische Universitäten wollen nun Studenten- und Dozentenaustauschprogramme sowie Projekte in Forschung und Transfer entwickeln.

Dr. Christian Klenk

Erfahrungsbericht dreier Studentinnen in Kampala

The gap between rich and poor

Theresa Kuba, Theresa Ellerbeck und Annelie Sievert in Kampala

Theresa Kuba, Theresa Ellerbeck und Annelie Sievert in Kampala

Montag, 05.03.2018 08:10 Uhr:

Die Security Dame des Hostels öffnet uns das Tor. Wir biegen an der Hauptstraße links ab und manchen uns auf den Weg in die Grundschule St. James. Während alle Blicke der Einheimischen auf uns gerichtet sind, suchen wir vergeblich den Fußgängerweg. Auf dem 20-minütigen Fußweg zur Schule begegnen uns viele Menschen, die scheinbar auf dem Weg zur Arbeit sind.

IMG_1112Außerdem treffen wir auf Hühner, Ziegen und eine Kuhfamilie. Wir passieren einen kleinen selbstgebauten Stand, an dem „Chapati“, das Lieblingsgericht der Einheimischen verkauft wird. Wir werden von Kindern auf der anderen Straßenseite begrüßt, sie winken uns zu und freuen sich. Sie rufen aufgeregt „Mzungus“ – „Weiße“ in unsere Richtung und zeigen mit dem Finger auf uns.

Montag, 08:30 Uhr:

An der Schule angekommen, fragen wir uns, ob wir hier wirklich richtig sind.

IMG_1494Denn die Schule ist für europäischen Augen nicht erkennbar. Nur die Vielzahl der Kinder in Schuluniform weist darauf hin, dass hier eine Schule ist. Nachdem wir freundlich von der Schulleitung und unserer Betreuerin begrüßt wurden, wird uns das Schulgelände gezeigt und einige Klassen vorgestellt. Wir gehen von Lehmhütte zu Lehmhütte, bis wir in einer Klasse Platz für den heutigen Tag finden. Beim Betreten des Klassenzimmers stehen alle 120 Schüler der Klasse auf und begrüßen uns im Chor. Hinten finden wir auf einer Holzbank Platz.

IMG_2284Die Kinder stapeln sich regelrecht auf ihren Bänken, ihre Schuluniformen sind meist zu groß oder zu klein und abgenutzt. Das Klassenzimmer ist dunkel. Es gibt keine Elektrizität und nur kleine Fenster ohne Fensterscheiben, welche keinerlei Schutz vor Wind und Wetter bieten. Die Sonne scheint auf das Blechdach und heizt das Klassenzimmer auf, die Hitze staut sich. Obwohl weit über 100 Kinder auf engstem Raum zusammensitzen ist es erstaunlich ruhig und diszipliniert. Alle Blicke sind auf die Tafel gerichtet, das einzige Medium neben der Lehrkraft. Berge von Heften stapeln sich auf dem Lehrertisch. Der Unterricht beginnt und wir bemerken, dass dieser ganz anders von statten geht als bei uns. Der Lehrer spricht vor, die Kinder sprechen monoton und ohne nachzudenken nach. Gibt es Wortmeldungen oder haben die Kinder eine Antwort auf die Frage der Lehrkraft, so äußern sie diese im Stehen.

Montag, 10:30:

3b36ffa1-deb7-4fc9-9700-50639cda9725Es ist Pause. Wir bewegen uns vom Klassenzimmer zur schulinternen Bibliothek, in welche den Schülern keinen Zutritt gewährt wird. Auf dem Weg dorthin berühren uns zahlreiche Kinderhände. Sie scheinen regelrecht begeistert von unseren Haaren zu sein und wollen unsere weiße Haut berühren. Auch wenn die St. James Schule nicht viel hat, kümmern sich alle gut um ihre Gäste: Die Lehrer stellen uns Wasser, Tee, Kaffee und eine Schale Eier zum Essen bereit. Sie sagen uns wie wertvoll Eier sind. Die Schüler bekommen einmal die Woche eins. Zur Pause bekommen die Kinder sonst nur eine Tasse flüssigen Haferbrei. Wir erfahren jetzt Näheres über die Klasse und Allgemeines über das Schulkonzept. Integration ist dem Schulleiter sehr wichtig. Ziel dieser Unterstützung ist jedoch nur die Sozialisierung und nicht die individuelle Förderung. In der dritten Klasse, in der wir heute sind, befinden sich Kinder im Alter von 9-15 Jahren.

Montag, 11:00 Uhr

Nach der Pause schreiben die Kinder die Tafelanschrift ab. Immer wieder gehen sie an das Lehrerpult und schnitzen mit einem Teppichmesser die Bleistifte wieder spitz. Beim Anschauen der Hefte wird uns bewusst, dass einige Kinder noch große Probleme mit dem Schreiben haben. Uns fällt auf, dass viele Schüler nur in ihren Heften herumkritzeln und vergeblich versuchen den Tafeleintrag abzuzeichnen. Uns wird klar, dass sich die Schüler auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen befinden.
9f90d15b-7e51-408f-b4e4-e2c2a163a142In der letzten Stunde nehmen wir an einer Sportstunde teil. Die 120 Schülerinnen und Schüler bewegen sich in Zweierreihen auf die unebene Fläche neben der Kirche. Barfuß rennen, tanzen und turnen die Kinder über Dreck, Steine und Schlaglöcher. Freie Bewegung kommt durch die militärischen Ansagen des Sportlehrers zu kurz.

Montag, 13:00

Wir begeben uns auf den Heimweg und lassen den Tag Revue passieren.

Montag, 19.03.2018, 7:30

Die Security Dame des Hostels öffnet uns das Tor, wir biegen an der Hauptstraße rechts ab und machen uns auf den Weg in die GEMS Cambridge International School Kampala. Nach einem zehnminütigen Fußweg bahnen wir uns den Weg durch sämtliche LegoSicherheitschecks, vorbei an Polizeihunden, zum Eingang der Schule. Wir betreten eine riesige, kunstvoll dekorierte Empfangshalle. An der Rezeption tauschen wir unseren Reisepass durch einen Besucherausweis ein. Die Sekretärin bittet uns auf dem luxuriösem Sofa Platz zu nehmen. Nach kurzer Zeit werden wir vom Schulleiter der Grundschule empfangen und durch das Gebäude geführt. In einer Schulküche wird den Kinder von einem Chefkoch das kochen beigebracht, während einige Kinder im Lego Education Raum eigene Figuren oder Roboter bauen und das Programmieren erlernen. Ein Mac Book Raum bietet viel Gelegenheit zum Recherchieren. Wir gehen über den Pausenhof, der unzählige Spielmöglichkeiten bietet, in das Gebäude des Kindergartens und der Primarstufe. Vorbei an einem weiterem Security Posten gehen wir weiter in die 1. Jahrgangsstufe. Die 10 Kinder und die zwei Lehrkräfte begrüßen uns höflich.

Montag, 8:30

In der ersten Stunde wird Französisch unterrichtet. Die Kinder sitzen vor dem Whiteboard auf einem großen Teppich und lernen Farben und Körperteile. Französisch ist oft eine dritte Sprache für die Kinder, die sie schon ab dem Kindergarten erlernen. In der zweiten Stunde liest uns ein Schüler ein Buch vor. Der Lesefluss und die Intonation sind nahezu fehlerfrei. Die Kinder sind fähig Texte zu verfassen und Geldbeträge in verschiedene Währungseinheiten umzurechnen. Jeder Schüler hat ein eigenes Tablet, an dem oft gearbeitet wird. Ungläubig hören die Kinder zu, als wir von der St James berichten. Eine Schule ohne Swimming Pool ist für sie unvorstellbar.

Montag, 10:00

Die Schülerinnen und Schüler versammeln sich in ihrem Pausenraum. Frisches Obst, Saft und Sandwiches stehen schon bereit. Auch wir dürfen uns bedienen. Anschließend gehen wir zur Schwimmstunde. Ein externer Schwimmlehrer leitet die Stunde, während die beiden Lehrkräfte die Schüler zusätzlich betreuen. Die Kinder spielen und toben im Wasser. Alle Kinder beherrschen das Schwimmen schon sehr sicher.

Montag, 12:00

IMG_2726Wir gehen in die Mensa. Eine überdachte Terrasse mit umwerfendem Ausblick bietet Platz für die ganze Schule. Auch wir dürfen am Buffet zwischen einem einheimischen und einem westlichen Gericht wählen. Der Schulleiter setzt sich zu uns und informiert uns über das Förderprogramm der Schule. Zusätzlich zum Schulgeld in Höhe von 20.000 $ im Jahr, müssen die Eltern der Kinder mit Beeinträchtigungen einen Förderbetrag zahlen. Dafür hat jedes Kind seinen eigenen qualifizierten Betreuer, der es individuell fördert und mit in das Schul- und Klassengeschehen einbindet. Jeden Monat werden die Eltern über die Fortschritte ihres Kindes informiert, welche erstaunlich sind.

Montag, 13:00

Mit einem Coffee-To Go aus der Lehrer-Cafeteria holen wir unseren Pass ab und machen uns auf den Weg nach Hause.

Diese beiden Schulen trennen lediglich 30 Minuten Fußweg. Zwei Welten, die parallel zueinander existieren. Eine Erfahrung, die kaum in Worte zu fassen ist.

Theresa Kuba, Theresa Ellerbeck, Annelie Sievert

 

 

Peter Zanker stellt KUganda als Praktikumsmöglichkeit im International House vor

Ob in Großbritannien, den USA, China oder Uganda – für Lehramtsstudierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, im Ausland zu unterrichten und wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln.

Informationsveranstaltung "Praktikum im Ausland" - Vortrag Peter Zanker (re)

Informationsveranstaltung “Praktikum im Ausland” – Vortrag Peter Zanker (re)

Im Wintersemester 2017/18 lud die Servicestelle Internationale Praktika zu mehreren Veranstaltungen zum Thema „Unterrichten im Ausland“, um den Studierenden die verschiedenen Programme sowie die Kooperationsprojekte der KU näherzubringen.
Am 14. November stellte Peter Zanker das Bildungsprojekt der KU in Uganda, KUganda, vor.

Im Rahmen dieser Bildungsinitiative der KU haben Lehramtsstudierende aller Fachrichtungen die Möglichkeit, ein Praktikum an zwei Partnerschulen in Kampala zu absolvieren und dabei wertvolle Unterrichts- sowie auch Lebenserfahrung zu sammeln. Das Praktikum lässt sich gegebenenfalls auch mit einem Studium an der renommierten Makerere University verbinden. Peter Zanker berichtete darüber, wie es ist, vor Ort zu leben und zu arbeiten, und welche Herausforderungen ein anderes Schulsystem und kulturelle Unterschiede mit sich bringen. Zudem erhielten die Studierenden einen ersten Einblick in die Vielfalt dieses afrikanischen Landes.

Wir freuen uns über alle, die sich für dieses herausfordernde und einzigartige Praktikum in Uganda interessieren!

Gegenbesuch: Ugander in Eichstätt eingetroffen

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Am Samstag, den 25.6.2016 sind um 14Uhr unsere langersehnten Gäste aus Kampala in München gelandet. Wir freuen uns sehr, dass wir Dinah, Bennie, Agatha, Jovan und Ronald, die an der Makerere University in Kampala (Uganda) Deutsch studieren, begleitet von Ihrem Dozenten Dr. Laurence, nun für acht Tage in Eichstätt begrüßen dürfen.
Auf dem Programm stehen Besichtigungen in verschiedenen Bildungsinstitutionen, angefangen vom Kindergarten, über Grund- und Förderschule, bis hin zum Gymnasium und Universität. Durch einen Ausflug nach München, einen Besuch im Juramuseum und im Altersheim sowie einem gemütlichen Abend auf dem Eichstätter Altstadtfest, möchten

Ankunft unserer ugandischen Gäste von der Makerere University (Uganda) am Flughafen in München.

Ankunft unserer ugandischen Gäste von der Makerere University (Kampala/Uganda) am Flughafen in München.

wir über das wissenschaftliche Programm hinaus, Einblicke in deutsche Kultur und Tradition ermöglichen. Dabei hilft uns besonders die Unterstützung von fünf Gastfamilien, die die ugandischen Studierenden für eine Woche bei sich aufnehmen.

Schon im Vorhinein ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die sich in der Vorbereitung, Organisation, Durchführung und Betreuung unserer Gäste einbringen!

Praktikum im September 2015

Wer gemeinsam mit uns und unseren Partnern in Uganda Schule neu denken möchte, kann sich ab sofort für das Herbstpraktikum 2015 bewerben.

Vom 10. bis zum 30. September 2015 werden wir in Kampala wieder Konzepte diskutieren, Unterricht gestalten und Methoden in der Praxis ausprobieren. Alle, die sich für die Teilnahme am Praktikum interessieren, sind herzlich zu unserem Infoabend am Dienstag, den 05. Mai 2015 um 20 Uhr (Raum UH 118) eingeladen. Bewerbungen werden bis zum Freitag, den 15. Mai 2015 entgegengenommen.

Dokumente:
Wichtige Informationen zum Praktikum und zur Bewerbung
Teilnehmerdatenblatt

Kontakt für Rückfragen:
kuganda@ku.org
08421/93-23156

Bewerbungen für das KUganda-Praktikum 2015…

Foto: Matthias Kozuschek

Foto: Matthias Kozuschek

 

 

…werden ab sofort entgegengenommen!

 

 

 

Vom 11.02.2015 bis zum 06.03.2015 möchten wir wieder mit euch vor Ort sein, um gemeinsam mit den Lehrern unserer Partnerschulen in Kampala Unterricht weiterzudenken und neue Methoden in der Praxis auszuprobieren.

Alle Studierende der KU (aus allen Fachrichtungen und Studiengängen), die sich diesem “Abenteuer Unterricht” stellen wollen, können sich noch bis zum 22. Oktober 2014 bewerben (die genauen Praktikumsinformationen und Bewerbungsvoraussetzungen findet ihr hier, das Teilnehmerdatenblatt hier).

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen – und darauf, zusammen mit euch KUganda ein Stückchen weiterzubringen!

Dokumente:
Bewerberinfos Praktikum Uganda 2015
Teilnehmerdatenblatt

Kooperation mit SES, eLearning Africa 2014 und Gründung von KUganda e.V.

SES_Live_Sendung_062014Liebe Freunde von KUganda,

in den letzten Monaten haben wir unsere Kooperation mit der Satellitenfirma SES konkret umgesetzt und konnten die erste Live-Fortbildungsstunde via Satellit von ihrem Münchner Studio nach Kampala senden. Die erste Aufnahme zum Unterrichtsthema „Das menschliche Auge“ kann unter dem angeführten Link mit verfolgt werden:

http://tv.online-congress.com/sesastra/2014/elearning_africa_2014/

Mit dem technischen Support von SES und Online Congress bekommen wir damit auch die Möglichkeit uns face-to-face mit den Lehrkräften in Uganda auszutauschen. Damit ist die Basis für einen digitalen Wissenstransfer geschaffen, der trotz der weiten Distanz nach Uganda, durch das know-how von SES und Online Congress, möglich geworden ist. Damit hatten wir einen aktiven Part bei der eLearning Africa Conference in Kampala, ohne persönlich vor Ort zu sein. Vielen Dank an alle Mitwirkenden für die Unterstützung!

Ein weiteres Highlight von KUganda ist die Vereinsgründung von „KUganda e.V.“, welche im Kern Studierendenaustausch sowie Lehrerfortbildung in Uganda und Deutschland unterstützt. Im Moment warten wir nur noch auf den Eintrag in das Vereinsregister und freuen uns schon auf die erste Mitgliederversammlung im Juli 2014. Damit ist der Weg geebnet für eine Weiterentwicklung der Partnerschaften in Uganda, indem wir Unterstützer und Interessierte herzlich einladen im Team von „KUganda e.V.“ mitzuwirken. Im Verein möchten wir den Kreis an aktiven Teilnehmern erweitern und unsere Partnerschaft langfristig festigen. Wir sind gespannt auf die neuen Ideen aller Freunde und Mitglieder des Vereins!

KUganda beim EU-Africa Business Forum

kuganda_eu_africa_business_forumNach unserer diesjährigen Ugandareise geht es für KUganda direkt ins Herz Europas: Beim fünften EU-Africa Business Forum, das vom 31. März bis zum 1. April in Brüssel stattfindet, wird Prof. Dr. Gabriele Gien unser Bildungsprojekt sowie die geplante Kooperation mit der Satellitenfirma SES und dem Bayerischen Rundfunk vorstellen.

Wir freuen uns auf die neuen Möglichkeiten, die dem Projekt dadurch eröffnet werden! Eine kurze Beschreibung der Chancen unserer Kooperation finden Sie hier: Flyer_SES

Eine englischsprachige Kurzvorstellung eines unserer ugandischen Kooperationsprojekte finden Sie auf YouTube: The Women of Kireka

KUganda nimmt Kurs auf 2014…

kampala_uganda_street_matthias_kozuschekFoto: Matthias Kozuschek

…und meldet sich mit diesem kleinen Update über die letzten Projektfortschritte aus der Weihnachtspause zurück.

Foto: Gaby Gien

Foto: Gaby Gien

Viel Neues gibt es von unserem Radioprojekt Hope zu berichten. Mit der technischen und konzeptionellen Unterstützung des Bayerischen Rundfunks konnten Laurence Gien und Robert Bogenrieder gegen Ende des Jahres ein kleines Studio im Permanent Centre for Education einrichten, in dem aufgenommen, geschnitten und produziert werden kann. Außerdem konnten vor Ort erste Freiwillige gefunden werden, die auf technischer und/oder auf redaktioneller Seite bei Radio Hope mitwirken werden. Im Aufbau befindet sich momentan noch die Webplattform, auf der die produzierten Sendungen als Podcast bereitgestellt werden sollen. Ansonsten ist die technische Infrastruktur weitgehend komplett.

Foto: Gaby Gien

Foto: Gaby Gien

Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck an der Konzeption und Koordination der Produktions- und Reporterworkshops, mit denen wir Radio Hope bei unserer nächsten Reise im Februar/März starten werden. Von Anfang an wollen wir Hope dabei als möglichst dynamisches community radio gestalten, bei dem sich alle journalistisch Interessierten und insbesondere auch Lehrer und Schüler beteiligen können: von kleinen Einzelbeiträgen, wie zum Beispiel “Lieblingslehrerinterviews” oder dem “Lied der Woche”, bis hin zur ausgewachsenen Radio-AG scheint hier alles denkbar. Die genaue Programmausrichtung bleibt also auch für uns noch bis zuletzt offen…

…wir freuen uns auf dieses Abenteuer!

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Foto: Matthias Kozuschek

Auch im Schulprojekt tut sich im Moment einiges. So sind wir gerade dabei, neue Partnerschulen zu gewinnen und die Kooperation mit der Makerere University zu intensivieren. Die Vorbereitungen des nächsten Unterrichtspraktikums sind bereits in vollem Gange, die Praktikumsteilnehmer sind ausgewählt, die Flüge gebucht…
Auf ein Neues!

Für KUganda wird 2014 wieder ein spannendes Jahr, in dem es viel zu bewegen gibt. All dies wäre nicht möglich ohne die große Unterstützung, die wir von vielen Seiten erfahren haben. An dieser Stelle deshalb noch mal ein großes Dankeschön an alle Helfer und Spender. Wir wünschen Ihnen/euch und uns allen ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr, oder auf Luganda:

N’omwaka Omujaa Ogwemirembe!